Workshop 2: Gemeinschaftsorientierte Ernährungsbildung & Lebensmittelkompetenzen
Wann: Juni 2026, Details folgen
Wo: wird noch bekanntgegeben
Die Förderung von Ernährungs- und Lebensmittelkompetenzen ist ein wichtiger Bestandteil vieler Strategien auf EU-, nationaler und kommunaler Ebene. Dabei geht es um unterschiedliche Ziele: regionale Wirtschaft stärken, gesünder leben und Umwelt sowie Klima schützen. Sozialpolitische Aspekte – wie Zugang und Teilhabe – werden dabei jedoch oft zu wenig berücksichtigt.
Gleichzeitig entstehen immer mehr Initiativen „von unten“, die neue Wege im Umgang mit Ernährung und Lebensmitteln ausprobieren. Sie verbinden Ernährung mit sozialen, kulturellen und gemeinschaftlichen Aspekten, orientieren sich an den Lebensrealitäten der Menschen und setzen auf Beteiligung statt auf Belehrung.
Ein vielversprechender Ansatz ist die Community Food Education (gemeinschaftsorientierte Ernährungsbildung). Sie zielt darauf ab, Menschen dabei zu unterstützen, ihre Ernährung aktiv zu gestalten und ihre Beziehung zu Lebensmitteln zu stärken – sowohl individuell als auch gemeinsam. Dabei lassen sich drei Arten unterscheiden:
- Curriculum-basierte Ansätze: Strukturierte Bildungsangebote, die grundlegendes Ernährungswissen, Kochfertigkeiten und gesundheitsbezogene Kompetenzen vermitteln.
- Kapazitätsorientierte Ansätze: Initiativen, die über Multiplikator:innen (z. B. „Train-the-Trainer“-Formate) wirken und neben Wissen insbesondere Selbstwirksamkeit, Empowerment und soziale Kompetenzen stärken.
- Gemeinwesenorientierte Ansätze (Community Development): Formate, die über reine Bildungsziele hinausgehen und u. a. den Zugang zu Lebensmitteln verbessern, soziale Inklusion fördern, gemeinschaftliches Essen ermöglichen und lokale Netzwerke stärken.
Der Workshop knüpft an frühere Diskussionen (z. B. im Rahmen der TDK 6) an und beschäftigt sich mit der Frage, wie angesichts steigender Preise leistbare, gute Lebensmittel für alle zugänglich bleiben und gleichzeitig ein bewusster Umgang damit im Alltag gestärkt werden kann.
Im Fokus steht, wie gemeinschaftsbasierte und inklusive Ansätze Menschen nicht nur erreichen, sondern aktiv einbinden und befähigen, ihre Ernährung mitzugestalten – und wie solche Ansätze stärker in Praxis und Politik verankert werden können.
Wir laden Akteur:innen aus unterschiedlichen Bereichen – von Kochinitiativen über Schulgärten bis hin zu gemeinschaftlichen Verpflegungsangeboten – ein, gemeinsam zu diskutieren, wie gemeinschaftsorientierte Ernährungsbildung in Graz weiterentwickelt werden kann.
Workshop 1: Gemeinsam Saatgutvielfalt schaffen & erhalten
Wann: 27. Februar 2026, 13:00 – 15:30
Wo: Lendhafen, Mariahilferplatz
Dokumentation Workshop 1
Anmeldung für den 2. Workshop im Juni 2026
Deadline: 27. Februar 2026, Mittag
Kooperationspartner:innen





Fördergeber & Sponsoren
Der Veranstaltungsreihe „TDK 7“

1. Workshop


Zur „Transformation durch Kooperation“-Veranstaltungsreihe
Die Veranstaltungsreihe „Transformation durch Kooperation“ (TDK) bietet eine Plattform für Austausch, Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen Akteur:innen aus Sozialem, Umwelt, Kultur, Gesundheit und Bildung sowie aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, (land-)wirtschaftlichen Betrieben, Politik und Verwaltung. Der inhaltliche und räumliche Schwerpunkt liegt auf Graz und dem steirischen Zentralraum.
Im Zentrum der Reihe stehen die Themen nachhaltige und gerechte Lebensmittelversorgung, Ernährung sowie Stadt-Land-Kooperationen.
Das Multi-Stakeholder-Konferenzformat TDK wurde zwischen 2019 und 2025 bereits sechs Mal durchgeführt. Ziel war es von Beginn an, Räume für Dialog und Kooperation zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen zu öffnen und gemeinsame Lösungsansätze für zentrale Zukunftsfragen zu entwickeln.
Seit der dritten Ausgabe liegt ein besonderer Fokus auf der Auseinandersetzung mit nachhaltigen und gerechten Lebensmittelsystemen. Charakteristisch für TDK ist dabei die kooperative Struktur: Unter der Koordination von ACT wird die Veranstaltung gemeinschaftlich von Forschungseinrichtungen und Praxisakteur:innen konzipiert, weiterentwickelt und umgesetzt.
Mit 2026 erhält das Format eine neue Ausrichtung. Anstelle einer eintägigen Großkonferenz wird TDK als vierteilige Veranstaltungsreihe mit halbtägigen Modulen über das Jahr verteilt umgesetzt. Diese Struktur ermöglicht eine vertiefte inhaltliche Auseinandersetzung und erleichtert gleichzeitig den Zugang für Personen, die bisher aufgrund von Terminkonflikten nicht teilnehmen konnten.
Ergänzend kommen neue interaktive Formate zum Einsatz, die den Austausch zwischen unterschiedlichen Akteursgruppen stärken und konkrete Handlungsperspektiven für vielfältige, faire und nachhaltige Lebensmittel- und Ernährungssysteme aufzeigen.
Weitere Infos zu früheren TDK-Ausgaben:
- TDK 4 (2023): Gute, gesunde und leistbare Ernährung für alle sichern.
- TDK 5 (2024): Zugang zu Grün. Zugang zu Lebensmitteln. Welchen Beitrag kann die essbare Stadt dazu leisten?
- TDK 6 (2025): Just Transitions – Leave noone behind: Wege zu vielfältigen, fairen und nachhaltigen Lebensmittel(versorgungs)systemen
Weitere Workshopthemen
- #3 Fertile Soil: Ressource Boden,Schwerpunkt auf Bodenverbrauch, Bodenfruchtbarkeit, regenerativen Landwirtschaft, Kreislaufwirtschaft und urbanen Böden (September/Oktober 2026, genaueres noch offen).
- #4 Harvesting Feast: Regionale Lebensmittelversorgung für alle (Oktober/November 2026, genaueres noch offen).
